Datum
04.04.2018
Titel
Bundesverband Pflegemanagement fordert eine Bundespflegefachkonferenz.
Untertitel
Der Koalitionsvertrag sowie die Benennung von Andreas Westerfellhaus als Pflegebevollmächtigten sind wichtige Schritte in die richtige Richtung. Für eine nachhaltige Lösung des Pflegenotstands ist jedoch die kontinuierliche Einbindung von Fachleuten in die Ausgestaltung erforderlich.
Text

In den im Koalitionsvertrag aufgeführten Punkten zur Pflege sieht der Bundesverband Pflegemanagement erste Schritte zur Adressierung des Personalmangels, der heute schon mit hoher Vehemenz die Pflege erreicht hat und die Bundesregierung allein nicht lösen kann. Deshalb beurteilt der Vorstandsvorsitzende Peter Bechtel die Bestellung von Andreas Westerfellhaus zum Pflegebevollmächtigten als kluge Entscheidung und begrüßt sie ausdrücklich. „Um nachhaltige und praxisnahe Lösungen zu erzielen, bedarf es jedoch darüber hinaus eines Gremiums aus Fachleuten, die eng mit dem Pflegebeauftragten zusammenarbeiten und ihn unterstützen. Die Pflege ist bereit, verantwortlich mitzugestalten“, so Bechtel weiter.

Eine Bundespflegefachkonferenz bestehend aus Vertretern des Pflegemanagements, der Pflegewissenschaft, der Pflegepraxis und der Pflegebildung soll als kontinuierliche Einrichtung den erforderlichen Blick auf die aktuellen Arbeitsbedingungen sicherstellen und bei der Erarbeitung praxisnaher Lösungen beraten. Wesentliche Aufgabe sei es nun, unseren seit einiger Zeit geforderten Masterplan für die Pflege endlich zu entwickeln und zeitnah auf den Weg zu bringen. „Die vielen unterschiedlichen Ansätze sind alle gut und begründet. Aber die Pflege ist eine hochkomplexe Baustelle, die nur mit einem umfassenden Konzept aus kurz-, mittel- und langfristigen, eng aufeinander abgestimmten Maßnahmen zu schließen ist“, führt Bechtel seine Idee weiter aus.

Die Ansätze im Koalitionsvertrag ließen nicht die nötige Perspektive erkennen, die früheren Ansätze zur Schaffung kontinuierlicher Einrichtungen mangelten oft an der Einbindung der Fachleute. Jetzt sei es an der Zeit, die Strukturen zu überprüfen und die guten Rahmenbedingungen zu nutzen, um umfassende und nachhaltige Lösungen anzugehen. Dabei ist Bechtel neben der Einbindung von Pflegeexperten vor allem wichtig, dass sektorenübergreifend gedacht und gehandelt wird.

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